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23.05.2017

Stand der Dinge im "Gesundheitswesen"

Dieser Post dürfte 99% der zufälligen Besucher nicht interessieren. Er richtet sich an alle, die mich kennen und sei es nur von diesem kleinen Blog.

Ich bin seit über eine Jahr krankgeschrieben, wegen der gleichen Sache, die schon Walter White geplagt hat. Das Meth kochen habe ich immer noch nicht angefangen, wahrscheinlich weil ich 1. ein zu großer Schisser bin und 2. weil ich keine Ahnung habe, wie das geht. Wobei ich ein recht guter Autodidakt bin, also schauen wir mal ;)

Ich habe ja geschrieben, das ich mal den Werdegang beschreiben werden und den Stand der Dinge. Los ging es im Sommer 2015 mit Rückenschmerzen. Nach einige Orthopädenbesuchen, einer MRT-Untersuchung und Krankengymnastik bin ich dann im Frühjahr 2016 zu einem anderen Orthopäden der bei den MRT Bildern fragt, was den das für ein "Bollen" ist, da an der Pleura.

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Also ab zum Lungenfacharzt, der mich in die Lungenfachklinik überwiesen hat, die immer noch der Meinung waren, den kleinen "Knubbel" machen wir raus und gut ist.

Nach einer CT vor der OP war dann klar, das der Knubbel nicht das Problem ist sondern Lungenkrebs in beiden Oberlappen der Lungenflügel, der bereits eine Rippe angegriffen hat. Es wurde eine Gewebeprobe entnommen und eingeschickt. Die Uni Tübingen wurde eingeschaltet und nach 6 Wochen (!!) war dann auch "schon" klar, was Sache ist. Das es 6 Wochen ging, vom ersten Befund bis zu den nächsten Schritten ist wirklich ein Armutszeugnis!

Los ging es dann im Krankenhaus Sigmaringen mit ein paar Zyklen Chemotherapie (für die Profis: Cisplatin und Pemetrexed) um den Tumor klein zu machen was auch geklappt hat, allerdings zu dem Preis, das ich da hing, wie ein 90 jähriger Opa. War wirklich hart und noch einen Zyklus mehr hätte ich nicht mit gemacht, weil das einfach kein Leben ist.  Gelenkschmerzen haben mich noch Wochen danach geplagt. Die Rückenscherzen war aber weg und eine CT hat gezeigt das die Tumore kleiner wurden.

Dann kam Phase 2, in der die Tumore mittels einer anderen, etwas "sanfteren" Chemotherapie (nur noch Pemetrexed) angegangen werden sollten. Das das nicht so gut geklappt hat, habe ich schon gemerkt, als die Rückenschmerzen wieder kamen. Trotz dem Schmerzmittel Tilidin (4x100mg am Tag!) konnte ich keine 5 Minuten sitzen. die Kontroll-CT hat es dann auch gezeigt: Die Tumore sind wieder gewachsen. Da war im Winter 2016.

Also kam Phase 3, die Behandlung mit Nivolumab, einem Mittel, das dem Immunsystem ermöglicht, die Krebszellen anzugreifen. Seit dem geht es wieder aufwärts! Die Tumore haben sich in der Größe halbiert und die angegriffene Rippe wird wieder vom Körper aufgebaut. Ich bin annähernd schmerzfrei und habe nur mit Schwindel zu kämpfen, der aber keine Ursache im Gehirn hat, was letzte Woche per CT und MRT geprüft wurde oder wie es der Radiologe ausdrückt:

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Es geht also aufwärts und ich hoffe das bleibt so!

Kommentare:

  1. Na das klingt doch schon einmal positiv. Ich wünsche dir alles gute, dass das irgendwann vernünftig im Griff ist und dass du wieder deinem Alltag nachgehen kannst. Viel Kraft noch auf deinem weiteren Weg!

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  2. Wünsch dir das Beste! LG René

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  3. Das liest sich ja wie ein Krimi. 6 Wochen auf ein Ergebnis warten ist grausam.
    Ich wünsche weiterhin gute Besserung! Und auf diesem Wege auch ein herzliches Dankeschön für den Blog.

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  4. H.G.Simon.
    Ich wünsche gute Besserung und weiterhin eine erfolgreich verlaufende Therapie und schmerzfreies Leben. Herzlichen Dank für Deinen Blog.

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  5. Ich wünsche dir ebenfalls gute Besserung und hoffe, das du nie den Mut verlierst, weiter zu kämpfen. Danke für deine Offenheit in dieser Sache.

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  6. Hoffentlich ist diese Episode auch bald erfolgreich durchgestanden.
    Gute Besserung und bleib uns noch lange erhalten.

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  7. Hallo Herr Wagner,

    ist man mit INVENTOR beschäftig, landet man fast zwangsläufig immer mal wieder auf Ihrem Blog.
    Irgendwann stellt man dann mal fest, Moment, die Seite kommt mir doch bekannt vor
    und dann kommt die Erkenntnis, ach JA, das ist doch wieder der Herr Wagner!

    In der Vergangenheit hat mich Ihr Blog somit schon mehrfach weitergebracht und daher möchte ich an dieser Stelle einmal DANKE sagen. Danke für diese tolle Informationsquelle und Ihr damit verbundenes Engagement!

    Ich wünsche Ihnen alles Gute, vor allem eine gute Besserung!
    LG André

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  8. Ich wüsnche dir auch da Beste!

    Halte durch!

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  9. Super! Wünsche Dir weiterhin gute Besserung!

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  10. Hallo,
    das hört sich ja besser an. Ich drücke dir alle Daumen das es so weiter geht. Ich wünsche dir auch sehr viel Kraft für alles weitere. Halte durch. Nur wer aufgibt hat schon verloren. Und Danke für den wirklich tollen Blog.
    Gute Besserung
    liebe Grüße Johannes

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  11. Hallo Herr Wagner,

    ich kann mich den vielen Vorrednern anschließen und drücke die Daumen, dass es für Sie ab sofort nur noch aufwärts geht und es nun keine Rückschläge mehr geben wird. Krebs ist ein Dreckssack und der Kampf dagegen oft härter und anstrengender als viele sich das vorstellen können. Dennoch darf man nie das Kämpfen aufgeben - auch wenn das für Außenstehende leicht gesagt ist.

    Ich drücke Ihnen ganz fest die Daumen und wünsche eine möglichst schnelle Genesung.

    Und ganz nebenbei auch an dieser Stelle ein riesen Dankeschön für Ihre mehr als herausragende Arbeit mit dieser Website.

    Beste Wünsche,

    Dominik

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  12. Hatte selbst die Erfahrung sammeln müssen, das es mit unserem Krankensystem bzw. dem Ausbildungsstand der Ärzte nicht weit her ist. Geld ist eben nur mit teuren Medikamenten und spektakulären Operationen zu verdienen, der Rest...

    So wurden bei mir über 3 Tage (war jeden Tag bei Ärzten, auch in der Notaufnahme) nur Magenschmerzen behandelt, keiner hat den am Freitag gebrochenen Blinddarm erkannt. Zur Notoperation kam es nach meinem Gefühl erst nach dem Einreichen einer Privatversicherungskarte, hatte gar nicht dran gedacht das ich eine habe. Auffällig war 30 Minuten danach lag ich im OP, wo sich ein sehr freundlicher Chefarzt über mich beuget und was von Darmbruch künstlichen Ausgang faselte.

    Erst bei der OP wurde der Blindarmbruch entdeckt, was ich hätte auch erkennen können der Bauch wurde ja richtig invasiv aufgeklappt. Nach 6 Wochen Entlassung mit wahnsinnigen Rückenschmerzen, vom Krankenhaus aus zu meinen pensionierten Hausarzt der sofort (nach Klopfen auf meinen Rücken) eine schwere Lungenentzündung erkannte.

    Nach drei Monaten war ich wieder auf einigermaßen auf dem Damm. Seitdem habe ich Zucker, Nebenwirkungen lassen grüßen.

    Also sei ein guter Autodidakt, helfen tun nur wenige und wechsle die Ärzte!

    In diesem Sinne, gute Besserung!

    Thorsten

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  13. Weiterhin alles Gute und viel Kraft auf deinem Weg der Gesundung.
    Jürgen

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