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23.08.2009

Windows XP Tuning: Nur wenn die Basis stimmt, rennt auch der Inventor ordentlich

Die Performance des Inventors hängt, neben einiger Parameter und Randbedingungen in Inventor wie der Konstruktionsmethodik und Konfiguration und der Hardware, in starkem Maße von der optimalen Konfiguration und Pflege des Betriebssystems ab.

Performance vor Schönheit

Im Beitrag “3 einfache Schritte für mehr Performance (Kampf der 80% Meldung)” habe ich beschrieben, was man an der Oberfläche des XPs ändern kann, um ein Optimum an Performance heraus zu holen. Zudem bin ich dort auch auf den 3GB Schalter eingegangen, der dem Inventor mehr Speicher zur Verfügung stellt. Das sollte also die erste Anlaufstelle sein.

Aktuelle Treiber und Softwarepatches

Die Performance von Windows XP kann, je nach verwendeter Hardwaretreiber, stark schwanken. Ein alter Treiber im System und schon leidet die Performance. Besonders kritisch bei Inventor ist der Grafikkartentreiber. Dazu habe ich bereits einen Artikel verfasst: Grafikfehler in der 3D Darstellung.

Woher erfahre ich, für welche Hardwarekomponente es neuere Treiber gibt? Auf der Homepage http://www.treiberupdate.de/ oder auchhttp://www.treiber.de/ gibt es eine schnelle Übersicht über (fast) alle Hardwarekomponenten. Aber auch Tools wie http://www.drivershq.com/ undhttp://freescan.driverguide.com/ das mittels einer ActiveX-Komponente den PC scannt und Vorschläge macht bzgl. neuer Treiber für die installierte Hardware. Der Download des aktuellen Treibers über die Seite ist dann zwar kostenpflichtig, aber dafür gibt es ja dann auch die Herstellerseiten, wo die Treiber kostenlos zur Verfügung stehen.

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Zudem sollten, auch aus Sicherheitsgründen, die aktuellsten XP Patches installiert sein, d.h. am Besten die automatischen Updates unter XP aktivieren.

Den Autostart entrümpeln

Im Laufe der Zeit sammeln sich immer mehr Programme auf der Festplatte und viele davon meinen, ein Icon in der Taskleiste rechts neben der Uhr ablegen zu müssen. Das wäre noch nicht so tragisch aber jedes Icon bedeutet ein (kleines) Programm, das Speicher und Prozessorleitung beansprucht. Das Problem dabei: Windows kennt zick Stellen, an denen Programme beim Start automatisch geladen werden können. Diese manuell zu durchforsten ist beinahe unmöglich. Windows bringt aber ein Tool mit, das uns dabei schon etwas helfen kann. Mit dem MSCONFIG Tool lässen sich bestimmte Komponenten aus dem Autostart entfernen. Dazu auf Start > Ausführen gehen und msconfig eingeben. In der Dialogbox dann in das Register “Systemstart” wechseln. Dort sind (alle) Programme aufgeführt, die beim Windowsstart mitgeladen werden. Durch enfernen des Hakens vor einem Eintrag wird das Programm nicht mehr automatisch gestartet. Alles, was dort nach unwichtig ausschaut, kann weg. Das Config Tool ist aber ein Waisenknaben gegen “Autoruns” von Sysinternal, die jetzt zu Microsoft gehören. Das Tool Autoruns sucht an allen Ecken und Enden in Windows nach Software, die automatisch gestartet werden.

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This utility, which has the most comprehensive knowledge of auto-starting locations of any startup monitor, shows you what programs are configured to run during system bootup or login, and shows you the entries in the order Windows processes them. These programs include ones in your startup folder, Run, RunOnce, and other Registry keys. You can configure Autoruns to show other locations, including Explorer shell extensions, toolbars, browser helper objects, Winlogon notifications, auto-start services, and much more. Autoruns goes way beyond the MSConfig utility bundled with Windows Me and XP.

Infos und Download: http://www.microsoft.com/technet/sysinternals/ProcessesAndThreads/Autoruns.mspx

Jetzt gibt’s es noch ein Problem: Welche Programme sollen den nun automatisch gestartet werden und welche sind unnötiger Ballast? Zum einen ist es möglicherweise am Pfad zu erkennen woher die Datei kommt. Ein Quicktimetool oder der Adobe Updater ist sicherlich nicht lebensnotwendig. Wer sich unsicher ist, für was eine EXE-Datei gut ist, der kann auf der folgende Seite nachforschen, woher die Datei kommt und was sie macht:

http://www.whatisthatfile.com/?L=de

Zudem lassen sich evtl. bestimmte Dienste deaktivieren. Da gehört aber ein bischen Erfahrung dazu. Welche Dienste evtl. deaktiviert werden können ist hier beschrieben: http://archiv.chip.de/artikel/c1_archiv_artikelunterseite_17170004.html?tid1=33105&tid2=0

Wichtig hier bei natürlich auch: Schließe gerade nicht benötigte Programme wie den Mailclient und den Webbrowser, wenn der Inventor mal was größeres handhaben soll.

Pflege der Festplatte

Der PC holt und schreibt andauernd Daten auf die Festplatte. Durch das löschen und ändern von Dateien fragmentieren diese Dateien was zur Folge hat, das der Schreib- und Lesevorgang länger dauert als erwünscht. Das Defragmentierungstool von XP kann hier helfen. Unter Start > Programme > Zubehör > Systemprogramme > Defragmentierung befindet sich das Defrag-Tool. Dieses Tool regelmäßig auf alle Festplatten/Partitionen ausführen.

Virenscanner

Eine der besten Maßnahmen zum Tuning wäre es, den Virenscanner komplett zu deinstallieren, den wenn der jede einzelne Datei scannt, dann braucht das sicherlich seine Zeit und auch entsprechende Resourcen. Da das aber in der heutigen Zeit fast nicht möglich ist, kann man nur zwei Dinge tun:

1. Einen Virenscanner nutzen, der möglichst ressourcensparend arbeitet.

Ich habe hier keine Tests durchgeführt also kann ich nur von meinen (subjektiven) Erfahrungen berichtet. Bei uns in der Firma läuft der kostenpflichtieg nod32der sehr gute Scanergebnisse liefert. Zuhause, in meinem kleinen Familiennetzwerk, habe ich verschiedene, kostenlose Scanner im Einsatz wie den empfehlenswerten Avira Antivir. Auf unserem Home-Server mit Pentium 733 Mhz (also einer lahmen Ente) läuft die AVG Free Edition und auf einem weiteren PC Avast Free Antivir. Nach vielen Berichten, die ich gehört haben, sind die Virenscanner von Norton und Symantec sehr ressourcenhungrig und deswegen aus meiner Sicht nicht zu empfehlen.

2. Die Inventordateien vom Scan ausschließen.

Wurde der richtige Virenscanner gefunden, sollte man ihm unbedingt beibringen, daß er Dateien mit der Endung ipt, iam, idw und ipn nicht scannen soll. Alternativ lässt sich in manchen Scannern einstellen, daß bestimmte Prozesse vom Scan ausgeschlossen werden. In diesem Fall wäre das die inventor.exe. Wenn ein Fileserver im Einsatz ist, dann sollte natürlich auch dort der Scan der Inventordateien abgestellt werden. Ein der beiden Möglichkeiten bestehen eigentlich immer! Das bringt Verbesserungen in der Ladezeit von bis zu 50%.

Links zum Thema

http://www.heisig-it.de/tuning.htm
http://www.chip.de/artikel/c1_artikel_12823941.html
http://www.zdnet.de/enterprise/os/0,39023494,20000267,00.htm
http://www.philognosie.net/index.php/course/courseview/6/
http://www.tecchannel.de/pc_mobile/windows/458110/
http://www.windows-tweaks.info/html/systemtuning.html

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